Über uns

Hallo und herzlich willkommen. Ich bin Oma Frieda Lindemann. Seit über fünfzig Jahren pflege ich in der Lüneburger Heide meinen Garten — so, wie es mir meine eigene Großmutter zwischen Rosenbeet und Gemüsereihen beigebracht hat. Für mich ist ein Garten nie nur Arbeit, sondern ein Stück Zuhause, das jedes Jahr neu wächst. Diese Seite ist meine Art, das weiterzugeben, was ich über die Jahre gelernt habe — aus dem Notizbuch, das mich nie verlässt.

Der Garten meiner Großmutter

Ich bin auf einem kleinen Hof in der Heide groß geworden, auf sandigem Boden, wo nichts von allein wächst. Meine Großmutter hatte trotzdem den schönsten Bauerngarten im Dorf: Rosen am Zaun, Bohnen an Stangen, Kräuter neben der Küchentür. Als Kind war es meine Aufgabe, die Gießkannen zu füllen und die Schnecken einzusammeln.

Erst viel später habe ich verstanden, was für eine seltene Schule dieser Garten war. Dort habe ich gelernt, die Erde mit den Händen zu prüfen, das Wetter am Himmel zu lesen und einer Pflanze anzusehen, was ihr fehlt. Nichts davon stand in einem Buch; alles wurde von Hand zu Hand weitergegeben.

Ein Leben mit den Händen in der Erde

Mein Leben lang habe ich gesät, gepflanzt und geerntet: Kartoffeln und Bohnen im Sommer, Äpfel im Herbst, und im Winter die Zimmerpflanzen auf jeder Fensterbank. Ich war nie Gärtnerin von Beruf; ich war Tochter, Enkelin und Nachbarin, und aus der Ernte wurde in meiner Küche so mancher Kuchen und so manches gute Essen.

Geduld, meine beste Gartenhilfe

Ein Garten lässt sich nicht hetzen. Ich habe gelernt, einer Rose ihre Zeit zu lassen, einem Steckling Ruhe zu gönnen und nicht jeden Tag nachzusehen, ob er schon Wurzeln hat. Die schönsten Beete sind oft die, um die man sich still und regelmäßig kümmert.

Wenn es in meinem Garten eine Philosophie gibt, dann ist es die Geduld. Jede Pflanze hat ihre Jahreszeit, und die Natur lehrt uns zu warten: Die Orchidee blüht nicht schneller, nur weil man es sich wünscht, und der Apfel wird erst reif, wenn er so weit ist. Mit uns Menschen, das kann ich dir versichern, ist es nicht anders.

Meine kleinen Freuden im Alltag

Am frühen Morgen gehe ich zuerst mit einer Tasse Kaffee durch den Garten und schaue, was über Nacht gewachsen ist. Ich wechsle über den Zaun ein paar Worte mit den Nachbarn, tausche Ableger und Samen und schreibe am Abend in mein Heft, was gut gelungen ist und was ich im nächsten Jahr anders mache.

Was du hier findest

Zwischen Rosenbeet, Gemüsegarten und den Orchideen auf der Fensterbank gibt es immer etwas zu erzählen. Ich teile hier meine Gartentipps so, wie ich sie selbst gelernt habe: ohne Schnickschnack, Schritt für Schritt, und dazu ab und zu ein Rezept aus meiner Küche.

Wenn meine Worte dich ein wenig auf deinem eigenen Weg begleiten, freut mich das von Herzen. Und wenn du mir ein paar Zeilen schreiben möchtest, findest du alles Nötige auf der Kontaktseite. Ich freue mich darauf, von dir zu hören.

— Oma Frieda, aus der Lüneburger Heide